Rückblick auf die Sonderausstellung vom 25. April bis 28. Dezember 2008

Die Rorschach-Tafeln mit ihren rätselhaften Formen wurden weltberühmt. Von
Singapur bis Herisau kennt man die Kleckse, die an Fledermäuse oder
Schmetterlinge erinnern. Wie funktioniert das psychologische Testverfahren?
Und wer ist der Schöpfer dieser visuell so anregenden Tintenkleckse?
Die Ausstellung rückt Leben und Werk von Hermann Rorschach (1884–1922) ins
Zentrum. Sie zeigt den Erfinder des Tests als Studenten, Russland-Fan,
Assistenzarzt, Ehemann, Familienvater, Zeichner, Bastler, Theatermann und
Forscher - mit bisher noch nie ausgestellten Objekten. Letzte Station des
jung verstorbenen Psychiaters war die Oberarztstelle in der
Appenzell-Ausserrhodischen Heil- und Pflegeanstalt Herisau.
Der erste Eindruck der Rorschach-Kleckse als zufällig und schnell
hingeworfene Tolggen täuscht – Rorschach suchte lange nach überzeugenden
Faltbildern: Der talentierte Mediziner tauschte sich rege mit der Elite der
Schweizerischen Psychiatrie aus und testete seine Tafeln über Jahre hinweg
an Patientinnen, Patienten und Pflegepersonal, bis er 1921 mit dem Tafelset
und der „Psychodiagnostik“ an die Öffentlichkeit trat.
Auch wenn das Testverfahren in Europa heute kaum mehr angewandt wird, lauert
Rorschach überall. Beinahe magisch angezogen werden Künstlerinnen und
Künstler – sie lassen sich von den symmetrischen Tafeln bis heute nachhaltig
inspirieren. Einer davon ist der bildende Künstler Rolf Graf. Er zeigt
exklusiv ein für diese Ausstellung geschaffenes Werk.
Auch von Kommerz und Trivialität bleiben die Rorschach-Tafeln nicht
verschont. So finden die Tintenkleckse bis heute Eingang in Film, Comic,
Videoclip und Homemovies. Selbst Boxer-Shorts, Kaffeetassen und Mausmatten
aus Amerika sind mit populären Rorschach-Schmetterlingen verziert und
stellen den Betrachtenden vor die entscheidende Frage: „What might this be?“
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Weitere Informationen und Medienbeiträge
Bericht
der Appenzeller Zeitung von der Eröffnung der Ausstellung
Referat
von Iris Blum bei der Ärztegesellschaft AR
Bericht
in der "Tüüfner Poscht" vom März 2008
Bericht
in "Die Wochenzeitung" vom 8. Mai 2008
Bericht der
Appenzeller Zeitung über die Proben
Bericht der
Appenzeller Zeitung über die Uraufführung
Bericht des
Appenzeller Magazins über das Theaterstück
Bericht der
Appenzeller Zeitung über Rorschachs Sektenforschung
Filmbeitrag Art-TV über die
Sonderausstellung
Beitrag
DRS-Regionaljournal vom 24.4.08 /
Beitrag DRS1 "rendez-vouz" vom
25.4.08
(Real-Player nötig)
Das Museum Herisau ist Ausgangspunkt einer
zweimonatigen Wanderausstellung mit dem Festjagd-Bus. Dieser sammelte von
Mai bis Oktober filmische Stimmungsbilder von Menschen an Festen und
Bräuchen unsrer Region. Nun besucht er vom 7. November bis 28. Dezember
Advents- und Weihnachtsmärkte der Region und zeigt in seinem "Frachtraum"
die Souvenir-Ausstellung zur Festjagd.
8. November bis 28. Dezember, Filme und Trophäen zur Festjagd im Museum und
jeweils mittwochs im Festjagd-Bus vor dem Museum.
Weitere Informationen und Medienbeiträge
Website
"Festjagd"
Bericht
im Regionaljournal von DRS 1
Kulturtipp zur "Festjagd" vom 9.11.2008